Warum der Abfallkalender kein PDF sein sollte
Fast jede Gemeinde veröffentlicht ihren Abfallkalender als PDF. Das ist verständlich: Das Dokument gibt es ohnehin für den Druck. Für die Website ist es trotzdem die schlechteste Lösung.
1. Die Frage lautet «Was kommt morgen?»
Wer den Abfallkalender öffnet, will fast immer dasselbe wissen: Welche Sammlung ist morgen, und bis wann muss der Sack draussen stehen? Ein PDF beantwortet diese Frage nicht. Es zeigt zwölf Monate auf einmal, in kleinen farbigen Feldern, die man auf dem Handy erst vergrössern und dann mit der Legende vergleichen muss. Eine Website kann die Antwort zuoberst hinschreiben: «Morgen: Grüngut, bis 7.00 an den Strassenrand.»
2. Eine Angabe, mehrere Orte, mehrere Fehler
Die Abfuhrdaten stehen oft im PDF, auf der Website, im Gemeindeblatt und in einer App, jedes Mal von Hand übertragen. Fällt eine Sammlung wegen eines Feiertags aus, muss die Änderung an allen Stellen nachgeführt werden. Irgendwo bleibt sie liegen. Wir arbeiten deshalb nach dem Ein-Quellen-Prinzip: Die Daten stehen einmal in einer Tabelle, und alles andere entsteht daraus, auch das PDF.
3. Ein PDF ist für viele Menschen eine Hürde
Ein Raster aus farbigen Feldern ist für Screenreader kaum zu erschliessen, und wer Farben schlecht unterscheidet, sieht den Unterschied zwischen Papier und Karton nicht. Suchmaschinen finden in einem PDF meist nur den Titel. Eine Liste mit Datum, Sammlung und Hinweis in Textform ist dagegen für alle lesbar und auffindbar.
Und wer ihn an den Kühlschrank hängen will?
Der gedruckte Kalender bleibt, nur entsteht er neu aus denselben Daten. Die Druckansicht passt auf eine A4-Seite und ist immer aktuell. Wer die Termine lieber im eigenen Kalender hat, übernimmt sie mit einem Klick als Kalenderdatei (.ics), samt Erinnerung am Vorabend.
So haben alle, was sie brauchen: das Handy die Antwort für morgen, der Kühlschrank das Jahr auf einen Blick und die Verwaltung eine einzige Stelle, an der sie eine Änderung erfasst.